Morgen also ist der große Tag, der Tag der zeigen wird, wie demokratisch dieses Land ist – im Sinne des GG. Dort steht in Artikel 21 (1) bekanntlich: “Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit.” (Zitatende) Weder dort noch an einer anderen Stelle des GG steht, dass Parteien das politische Leben Deutschlands bestimmen. Wenn also in allen Umfragen Gauck der eindeutige Sieger ist, dann frage ich mich, wieso CDU/CSU/FDP trotz einiger – populistischer (?) Abweichler wie Kubicki – sicher sind, dass dieser aalglatte Typ Wulff der nächste Bundespräsident wird?
Wenn aber selbst die SPD vor der Wahl davon ausgeht, dass ihr Kandidat (Gauck) nicht gewählt wird, weil die Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung das nicht zulassen würde, dann ist das genauso ärmlich wie das Bild, das die “bürgerliche” Regierung derzeit abgibt. Siehe auch: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/301243/301244.php
Das Schlimme, um nicht zu sagen perfide, ist doch, dass die “Herrschenden”, also Merkel und dieser sich selbst überschätzende Westerwelle, diese geradezu perverse Art der Machtausübung an den Tag legen. Der Bauer aus Kiel, genannt PHC, hat dazu heute (also gestern, am Di., 29. Juni 2010) auf r:sh gesagt: Er, also Carstensen, der, der nicht auf einem Foto sein riesiges Gebiss geschlossen halten kann, sondern wie ein Nilpferd alle seine Zähne bleckt und dabei ziemlich dämlich aussieht, sagte wörtlich, gefragt als Wahlmann (“Männlein” wie ich finde): Er hoffe, dass Wulff, dieser ehebrechende (seine Ehe gebrochener) scheinheiliger Katholik mit junger attraktiver Frau, “die Menschen wieder mit der Politik versöhnen” könne.
Mein Gott, PHC, ehemaliger Ausbilder der Bauern von Schläfrig-Holstein, wach auf! Du und deine Konsorten (lat. von consors = Schicksalsgenossen), die ihr noch nicht einmal eine demokratisch legitimierte Mehrheit im LT von SH (KI) habt, seid es doch, die Volk und Politik Tag für Tag weiter auseinander bringen! Jetzt soll dieser blasse Osnabrücker, dieser Milchbubi aus H, der noch nicht einmal in der Lage ist, sein BL anständig und zur Zufriedenheit seiner Bürger (ich bin gebürtiger Nds!) zu regieren, das schaffen, was anerkannte Präsidenten wie Richi v. Weizsäcker oder R. Herzog nicht schafften, zu bewerkstelligen?
Niemals! Der wird – sollte er denn gewählt werden – als BuPräsi den Bruder Johannes geben: Niemandem weh tun, stets unverbindlich abgehoben dozieren und es allen recht machen. Kenne da jemanden, der es ähnlich treibt… So wirklich erfolgreich ist “er” damit nicht. Aber jede Amtszeit endet halt einmal…
Es wäre eine Chance für Deutschland, für dieses mehr als amerikanische Land, in dem fast 50 Prozent der abhängig Beschäftigten kein festes, also unbefristetes Arbeitsverhältnis mehr haben, gut tun, wenn nach der (eigentlich West-) Ostdeutschen Physikerin Dr. AM ein weiterer anerkannter “Ossi” Bundespräsident würde.
Dieses Volk, das deutsche, das längst kein Volk der “arischen” (sorry für den Begriff) Deutschen mehr ist, sondern ein Einwanderungsland, in dem ein Mesut Özil, ein Sami Khedira, oder zwei Polen (Poldi, Klose) die deutsche Elf ins Endspiel der Fifa WM 2010 schießen (werden), ist längst nicht mehr so dumm, wie es die (vermeintlich) konservative, vulgo “bürgerliche” Bundesregierung glaubt. Wenn nicht die Masse der D. so dämlich wäre und die Intellektuellen dieser Republik es endlich schafften, sich Gehör zu verschaffen, dann liefe es anders ab in diesem unseren Land. Oder?
So, die Mücken zerstechen mich. Es ist fast 1 Uhr nachts und ich gehöre ins Bett.
Demnächst mehr!
Ich ärgere mich über die sprachlichen Fehler im Text! Wären Sie so nett, ihn gegen die unten stehende Fassung auszutauschen? Vielen Dank! Ihr TS
Da hat sich aber jemand einmal so richtig „ausgekotzt“!
) Ich wäre mir übrigens nicht so sicher, dass Christian Wulff, der „Milchbubi aus H“ bzw. „dieser Osnabrücker“ (was ist eigentlich für einen Niedersachsen wie Sie schlimmer?), sollte er heute zum Bundespräsidenten gewählt werden, so zahm und unverbindlich bleiben wird, wie Sie und andere vermuten. Auch Richter am Bundesverfassungsgericht werden bekanntlich nach Parteienproporz gewählt und haben sehr oft, kaum dass sie im Amt waren, sich der Unabhängigkeit des Amtes erinnert und denjenigen, die sie ins Amt gehievt hatten, nicht immer sehr viel Freude bereitet. Als überzeugter Optimist könnte ich mir gut vorstellen, dass es bei Wulff ähnlich werden wird. Aber warten wir es ab.
Ich empfinde es auch (ähnlich wie bei Wulff) als etwas eindimensional betrachtet, unseren MP nur als den „Bauern aus Kiel“ zu sehen. Bei aller Kritik, die man sicher an PHC üben kann, sollte man nicht unterschätzen, dass es schon weitaus größerer intellektueller Fertigkeiten bedarf, um in der Landes- oder Bundespolitik so weit zu kommen und vor allem, sich so lange in Spitzenpositionen zu halten. Auch sollte nie vergessen werden, dass insbesondere „dieser Osnabrücker“ (auf PHC fällt zugegebenermaßen da ein wahlrechtlicher Schatten) ja durch demokratische Wahlen ins Amt gekommen ist.
Noch eins zum Schluss: „Kenne da jemanden, der es ähnlich treibt… So wirklich erfolgreich ist „er“ damit nicht.“ – ich ahne, wen Sie meinen! Auch den sollte man nicht unterschätzen!
Ja, aber wem nutzt “er”? Dieser – Sie wissen welcher – Apparat denkt doch: mir doch egal, wer unter mir dies oder das ist…